Lesung

Fr, 06. 03 2020, 19.30 Uhr

Jubiläumsgala 25 Jahre Speicherstadtmuseum

"Kaufmannswelten, Kaufmannsträume"

Lesung mit Lena Johannson, Anja Marschall und Petra Oelker

Musikalische Begleitung Natalie Böttcher

Hamburg, die nüchterne Stadt der Pfeffersäcke? Die Autorinnen behaupten das Gegenteil. Sie tauchen tief in die historische Welt der Kaufleute ein und fördern allerlei Geheimnisse, Leidenschaften und kriminelle Machenschaften zu Tage - zwar weitgehend fiktiv, aber mit präzisem Blick für die zeittypischen Details. Auf diese Weise entsteht ein vielschichtiges Bild der Hansestadt vom 18. Jahrhundert bis zu den bewegten 1920er Jahren,  musikalisch begleitet von Natalie Böttcher am Akkordeon. - Der Auftakt zu unserem Jubiläumsprogramm, denn am 26. Mai 2020 wird das Speicherstadtmuseum 25 Jahre alt.

Lena Johannson liest aus "Die Villa an der Elbchaussee": Hamburg kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Die Firma Hannemann & Tietz handelt nicht nur mit Kakao, sie betreibt auch eine eigene Schokoladenmanufaktur. Frieda, jüngster Spross der traditionsreichen Kaufmannsfamilie, würde am liebsten ihre Tage in der Speicherstadt oder in der Schokoladenküche verbringen. Als ihr Vater sie mit dem Sohn eines befreundeten Handelspartners verheiraten will, um das Überleben der Firma zu sichern, bricht für Frieda eine Welt zusammen. Denn ihr Herz schlägt für einen anderen.

Anja Marschall liest aus "Tod in der Speicherstadt": Hamburg wähend des großen Hafenarbeiterstreiks 1896/97. Kommissar Hauke Sötje ermittelt diesmal nicht am Kaiser-Wilhelm-Kanal, sondern in der Speicherstadt. Es geht um Kaffeeschmuggel und einen prominenten Toten, den Sohn des einflussreichen Kaufmanns Bellingrodt. Während Hauke in den Lagern und Kontoren der Kaffeehändler nach Antworten sucht, macht sich seine Verlobte Sophie verzweifelt auf die Suche nach einem verschwundenen Kind. Die Mutter wurde zuletzt vor der Villa der Bellingrodts gesehen.

Petra Oelker liest aus "Die Brücke zwischen den Welten": Konstantinopel im Jahr 1906. Ludwig Brehm, aus Hamburg angereist, um im Handelshaus Ihmsen & Witt alles über Orientteppiche zu lernen, ist fasziniert von dieser schillernden Welt - und von Edie, der Ehefrau des Inhabers Richard Witt. An ihrer Seite erkundet Ludwig die Stadt, begleitet von der so schönen wie geheimnisvollen Milena, einer Pariserin mit russischen Wurzeln. Doch dann kündigt sich Besuch aus Hamburg an, und Ludwigs neues Leben droht ihm zu entgleiten. Denn er verbirgt sich hinter einer falschen Identität.

Petra Oelker liest außerdem aus "Tod am Zollhaus": Hamburg im Jahr 1765. Der Schreiber des Großkaufmanns Claes Herrmanns wird ermordet. Der Täter, da sind sich die Hamburger sicher, kann nur Jean Becker sein, der Prinzipal eines Wandertheaters, denn er wurde volltrunken neben der Leiche gefunden. Nur die Schauspieler glauben fest an seine Unschuld und machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Besonders Rosina, schön, pfiffig und entschlossen, nutzt ihre Talente, um sich in die ehrbare Hamburger Gesellschaft einzuschleichen. Und sie kommt einer heimtückischen Intrige auf die Spur ... - Mit dem großen Erfolg von "Tod am Zollhaus" begann 1997 die Karriere von Petra Oelker, und seit dem Beginn unserer regelmäßigen Krimilesungen 1999 war die Autorin auch im Speicherstadtmuseum ein gern gesehener Gast, weshalb wir den Roman zur Jubiläumsgala wieder in Erinnerung rufen möchten.

Lena Johannson, 1967 in Reinbek geboren, wandte sich nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin der Schauspielerei zu, arbeitete als Regieassistentin am Ohnsorg-Theater und war schließlich in der Tourismusbranche sowie als Reisejournalistin tätig. 2007 erschien ihr erster Roman „Das Marzipanmädchen“.

Anja Marschall, 1962 in Hamburg geboren, ist Diplom-Volkswirtin. Sie arbeitet als Publizistin und freie Journalistin für Tageszeitungen und Magazine. Seit 2007 schreibt sie Kurzgeschichten. 2012 erschien ihr erster historischer Krimi mit Kommissar Hauke Sötje, aus dem dann ab 2016 eine Reihe mit mittlerweile vier Bänden wurde. Anja Marschall lebt in Wewelsfleth.

Petra Oelker, 1947 in Cloppenburg geboren, studierte Sozialpädagogik sowie einige Semester Theologie.  Nach einem Intermezzo als medizinisch-technische Assistentin schlug sie eine journalistische Karriere ein, war Chefin vom Dienst bei der "tageszeitung" (taz) und schließlich Redakteurin für die Frauenzeitschrift "Brigitte".

Natalie Böttcher, geboren in Leningrad - dem heutigen St. Petersburg -, hat an der Mussorgsky Musikhochschule ebenda Klavier und Akkordeon studiert. Sie lebt seit 1998 in Hamburg und ist u.a. im Schmidttheater, im Schauspielhaus Kiel und auf der MS Europa aufgetreten.

Vor der Lesung und in der Pause gibt es wieder das beliebte kalte und warme Buffet unseres Fördervereins. Einlass ist um 18.30 Uhr.

Reservierung empfohlen unter: Tel.: 040 / 32 11 91 oder info@speicherstadtmuseum.de

16,– EURO (OHNE VERZEHR)

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